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Rolex Datejust Referenzen, alle Generationen von 1601 bis heute im Überblick

Rolex Datejust 41 mit schiefergrauem Zifferblatt und grünen römischen Ziffern

Wer eine gebrauchte Datejust sucht, begegnet schnell einer Reihe von Zahlen: 1601, 16233, 116234, 126200. Hinter jeder dieser Referenzen steht eine eigene Generation mit eigenem Werk, eigenem Glas und eigenen Details. Weil viele Datejust von außen beinahe gleich wirken, ist die Referenznummer der verlässlichste Schlüssel, um eine Uhr einzuordnen.

Dieser Beitrag ist eine Landkarte der Rolex Datejust Referenzen. Sie erfahren, wie eine Referenz aufgebaut ist, welche Serien es gibt, was sich von Generation zu Generation verändert hat und wie Sie das Baujahr einer Uhr bestimmen. Einen allgemeinen Überblick über Größen, Bänder und Zifferblätter gibt der Rolex Datejust Guide.

Warum die Referenz beim Kauf einer gebrauchten Datejust zählt

Die Datejust wird seit Jahrzehnten nahezu ohne Unterbrechung gebaut, und ihr Grundgesicht hat sich kaum verändert. Für Käufer am Sekundärmarkt bedeutet das eine enorme Auswahl aus allen Epochen, aber auch, dass zwei Uhren, die auf einem Foto identisch aussehen, technisch weit auseinanderliegen können. Eine Datejust mit Acrylglas und einem Werk ohne Datumsschnellschaltung ist im Alltag und in der Wartung eine andere Uhr als eine moderne Ausführung mit Saphirglas und langer Gangreserve.

Die Referenz beantwortet die wichtigsten Fragen auf einen Blick. Sie sagt, welches Werk zu erwarten ist, welches Glas, welches Material und aus welcher Epoche die Uhr stammt. Stimmen Referenz, Zifferblatt, Lünette und Band nicht überein, ist das ein Anlass, genauer hinzusehen. Und schließlich prägt die Generation den Preis. Ältere fünfstellige Referenzen liegen am Markt in der Regel unter den modernen sechsstelligen, während gut erhaltene vierstellige Stücke einer eigenen, von Sammlern getragenen Bewertung folgen.

So lesen Sie eine Rolex Datejust Referenz

Seit der fünfstelligen Ära folgen die Datejust Referenzen einer gut erkennbaren Logik. Die vorderen Ziffern bezeichnen Linie und Generation, die letzte Ziffer das Material. Für die Datejust lohnt es, sich vier Endziffern zu merken. Die 0 steht für Edelstahl, die 1 für Everose-Rolesor, also Stahl mit Roségold, das es erst in den jüngeren Generationen gibt. Die 3 steht für Gelbgold-Rolesor und die 4 für Weißgold-Rolesor, bei dem die geriffelte Lünette aus Weißgold gefertigt ist. Eine 16233 ist damit eine Stahl-Gold-Datejust mit Gelbgold, eine 16234 ihre Schwester mit Weißgoldlünette.

Auch die Lünette hinterlässt bei vielen Referenzen eine Spur. Innerhalb der 16200er-Serie trägt die 16200 eine glatte Lünette, die 16220 eine guillochierte und die 16233 und 16234 eine geriffelte. Die vollständige Systematik, auch für Vollgoldmodelle und andere Familien, erklärt der Beitrag Rolex Referenznummer verstehen.

Auf dem Zifferblatt steht übrigens nie die Referenz, sondern der Modellname, bei der Datejust in der Regel Oyster Perpetual Datejust. Die Referenz ist zwischen den Bandanstößen bei der Zwölf graviert, sichtbar nach Abnahme des Bandes, und steht zudem in den Papieren.

Die Anfänge der Datejust Geschichte, 4467 und 1601

Die Geschichte der Datejust beginnt 1945 mit der Referenz 4467. Rolex stellte sie zum vierzigjährigen Bestehen des Hauses vor, als automatische Armbanduhr mit dem Datum in einem Fenster bei der Drei. Mit ihr kam auch das Jubilé-Band auf die Welt, dessen Name auf dieses Jubiläum verweist und das bis heute der klassische Begleiter der Datejust ist. Das Cyclop-Glas über dem Datum folgte erst Anfang der fünfziger Jahre. Die 4467 und die frühen Referenzen der folgenden Jahre sind heute reine Sammlerstücke, die ein sehr geschultes Auge verlangen.

Für die meisten Käufer beginnt die greifbare Vintage-Welt mit der 1601. Diese vierstellige Referenz wurde von den späten fünfziger bis in die späten siebziger Jahre gebaut und prägte das Bild der Datejust mit geriffelter Lünette über eine lange Zeit. Typisch für diese Ära sind zwei Merkmale. Das Glas besteht aus Acryl, ist gewölbt und steht sichtbar über der Lünette. Und das Datum lässt sich nicht separat schnell verstellen, es springt nur, wenn die Zeiger über Mitternacht gedreht werden. Das ist kein Mangel, sondern Teil ihres Charakters. Acrylglas zerkratzt leichter als Saphir, lässt sich dafür aber aufpolieren oder ersetzen. Bei einer 1601 entscheiden vor allem ein unberührtes Zifferblatt, originale Zeiger und ein nicht überpoliertes Gehäuse über den Wert.

Die 16000er-Serie, Saphirglas und Datumsschnellschaltung

Ende der siebziger Jahre begann mit der 16000er-Serie die fünfstellige Ära. Typische Vertreter sind die 16013 in Gelbgold-Rolesor und die 16014 mit Weißgoldlünette. Zwei Neuerungen machen diese Generation zur ersten Datejust im heutigen Sinn. Das flache Saphirglas ersetzte das Acrylglas und ist deutlich kratzfester. Und das neue Kaliber 3035 brachte die Schnellschaltung, mit der sich das Datum über die Krone direkt verstellen lässt, ohne die Zeiger zu bewegen.

Die 16000er-Serie blieb als Übergangsgeneration nur rund ein Jahrzehnt im Programm. Am Markt wird sie oft weniger beachtet als ihre Nachfolger, was sie für Käufer interessant macht, die älteren Charakter mit Saphirglas und Schnellschaltung verbinden möchten. Wie bei jedem älteren Werk sollte vor dem Kauf geklärt sein, wann die Uhr zuletzt revidiert wurde.

Die 16200er-Serie, die klassische Datejust mit Kaliber 3135

Ende der achtziger Jahre folgte die Generation, die viele bis heute als die klassische Datejust bezeichnen. Zu ihr gehören die 16200 mit glatter Lünette, die 16220 mit guillochierter Lünette, die 16233 in Gelbgold-Rolesor und die 16234 mit Weißgoldlünette. Im Inneren arbeitet das Kaliber 3135, eines der langlebigsten Werke in der Geschichte von Rolex. Es gilt als robust und gut wartbar.

Äußerlich ähneln sich 16000er und 16200er stark. Den Unterschied machen vor allem das Werk und die Gravur zwischen den Bandanstößen. Innerhalb der 16200er-Serie helfen einige Details bei der genaueren Einordnung. Frühe Exemplare haben seitlich durchgebohrte Bandanstöße für die Federstege, spätere nicht. Bis gegen Ende der neunziger Jahre leuchteten Zeiger und Indizes mit Tritium, danach mit Luminova und schließlich mit Super-LumiNova. Die Bänder dieser Generation haben hohle, gefalzte Endglieder, die bei viel getragenen Stücken oft etwas Spiel zeigen.

Wer eine Datejust 36 aus der Mitte der neunziger Jahre oder um die Jahrtausendwende sucht, landet fast immer bei dieser Generation. Gerade die 16233 ist am Markt häufig zu finden. Sie verbindet die klassische Rolesor-Optik mit Saphirglas und einem bewährten Werk und liegt im Preis in der Regel unter den modernen Generationen.

Die sechsstellige Datejust 36, 116200 und 126200

Mitte der Nullerjahre wechselte die Datejust 36 in die sechsstellige Ära. Die 116200er-Serie mit Referenzen wie der 116233 und der 116234 behielt das bewährte Kaliber 3135, erhielt aber ein überarbeitetes Gehäuse und ein deutlich solideres Band mit massiven Endgliedern. Im Lauf dieser Generation kam der gravierte Innenring hinzu, auf dem sich der Rolex-Schriftzug wiederholt und bei der Sechs die Seriennummer steht.

Ende der 2010er-Jahre folgte die 126200er-Serie, die bis heute aktuelle Datejust 36. Zu ihr gehören unter anderem die 126200 in Stahl mit glatter Lünette, die 126233 in Gelbgold-Rolesor und die 126234 mit Weißgoldlünette. Die eigentliche Neuerung steckt im Werk. Das Kaliber 3235 mit Chronergy-Hemmung bietet rund 70 Stunden Gangreserve, sodass die Uhr ein Wochenende ohne Tragen übersteht. Optisch sind 116200er und 126200er eng verwandt, die sicherste Unterscheidung bleibt deshalb die Referenz.

Die Wahl zwischen beiden ist vor allem eine Abwägung zwischen Preis und neuestem Werk. Wer neben dem Datum auch den ausgeschriebenen Wochentag sehen möchte, findet die Schwesterlinie im Rolex Day-Date Guide.

Datejust 41, von der Datejust II zur 126300er-Serie

Lange war die Datejust eine Uhr mit 36 Millimetern. Ende der Nullerjahre ergänzte Rolex die Familie um eine größere Variante, die zunächst Datejust II hieß und zur 116300er-Serie gehört. Sie maß 41 Millimeter, trug eine breite Lünette und kräftige Bandanstöße und wirkte entsprechend präsent. Mitte der 2010er-Jahre wurde sie von der Datejust 41 der 126300er-Serie abgelöst. Sie hat denselben Durchmesser, aber eine schmalere Lünette und feinere Bandanstöße, wodurch sie in ihren Proportionen näher an der klassischen 36 liegt. In ihr arbeitet ebenfalls das Kaliber 3235.

Die Datejust II ist die markantere, breitere Uhr, die Datejust 41 die ausgewogenere. Der Unterschied fällt am Handgelenk deutlicher auf als auf Fotos.

Datejust 31, von der Rolex 68273 zur 278273

Zwischen der Lady-Datejust und der klassischen 36 liegt die Linie mit 31 Millimetern, oft Midsize genannt. Ihre Referenzen lassen sich als klare Kette lesen, hier am Beispiel der Ausführung in Gelbgold-Rolesor. Am Anfang der fünfstelligen Ära steht die 68273 mit dem Kaliber 2135. Es folgte die 78273, die die Linie um die Jahrtausendwende weiterführte. Mit der 178273 kam die sechsstellige Generation, angetrieben vom Kaliber 2235. Die aktuelle 278273 arbeitet mit dem Kaliber 2236 und seiner Spirale aus Silizium.

Die Endziffer 3 zeigt dabei durchgehend Gelbgold-Rolesor an. Für die 68273 gilt Ähnliches wie für die 16233, sie ist ein zugänglicher Weg zu einer klassischen Rolesor-Datejust, hier in kleinerer Größe.

Lady-Datejust, die Referenzen von 26 zu 28 Millimetern

Auch die Lady-Datejust folgt dieser Systematik, mit eigenen Grundzahlen. Die vierstellige 6917 gehört in die ältere Vintage-Ära. Mit der 69173 begann die fünfstellige Generation, angetrieben vom Kaliber 2135, demselben Werk wie in der 68273. Es folgte die 79173 mit dem Kaliber 2235, danach die sechsstellige 179173. Bis hierhin maß die Lady-Datejust 26 Millimeter, was den oft gesuchten Begriff Datejust 26 erklärt. Mit der 279173 wuchs sie auf 28 Millimeter, angetrieben vom Kaliber 2236.

Die Ausführungen mit Weißgoldlünette enden entsprechend auf 4, etwa die 69174 oder die 79174. Wie Sie bei der Lady-Datejust zwischen Größen, Bändern und Zifferblättern wählen, beschreibt der Lady-Datejust Guide. Wer sich für die älteren Damenreferenzen interessiert, findet in Vintage Rolex für Damen eine Einordnung der Klassiker.

Alle Rolex Datejust Generationen im Überblick

Die erste Tabelle fasst die Generationen der Datejust 36 zusammen.

GenerationTypische ReferenzenKaliberWichtigste NeuerungEpoche
Erste Datejust4467frühes AutomatikwerkDatum im Fenster, Jubilé-Bandab 1945
Vierstellige Ära1601ohne SchnellschaltungAcrylglas, geriffelte Lünettespäte Fünfziger bis späte Siebziger
16000er-Serie16013, 160143035Saphirglas, Datumsschnellschaltungspäte Siebziger bis späte Achtziger
16200er-Serie16200, 16220, 16233, 162343135langlebiges Werk, später Luminova statt Tritiumspäte Achtziger bis Mitte der Nullerjahre
116200er-Serie116233, 1162343135überarbeitetes Gehäuse, massive EndgliederMitte der Nullerjahre bis Ende der 2010er
126200er-Serie126200, 126233, 1262343235rund 70 Stunden Gangreserveseit Ende der 2010er

Die zweite zeigt die größeren und kleineren Linien.

LinieReferenzenGrößeKennzeichen
Datejust II116300er-Serie41 mmbreite Lünette, kräftige Bandanstöße
Datejust 41126300er-Serie41 mmschmalere Lünette, Kaliber 3235
Datejust 3168273, 78273, 178273, 27827331 mmKaliber 2135, später 2235 und 2236
Lady-Datejust6917, 69173, 79173, 17917326 mmKaliber 2135, später 2235
Lady-Datejust 2827917328 mmKaliber 2236

Das Baujahr einer Datejust bestimmen

Die Referenz grenzt die Epoche ein, das genaue Baujahr verrät sie nicht. Dafür ist die Seriennummer zuständig. Bei älteren Datejust ist sie zwischen den Bandanstößen bei der Sechs eingraviert, bei jüngeren Uhren auf dem Innenring. Bis Ende der Nullerjahre lassen sich Seriennummern recht zuverlässig einem Produktionszeitraum zuordnen. Danach vergibt Rolex sie nach dem Zufallsprinzip, sodass bei modernen Uhren vor allem die Garantiekarte zeitliche Orientierung gibt. Mit dem Werkzeug Rolex Seriennummer prüfen grenzen Sie das Produktionsjahr einer älteren Datejust schnell ein, etwa wenn Sie das Baujahr einer 16233 oder einer 68273 wissen möchten.

Wichtig ist der Abgleich von Referenz, Seriennummer und Details. Abweichungen sind nicht automatisch ein Problem, denn bei einer Revision werden häufig Teile getauscht. Eine Uhr aus der Tritium-Ära mit Luminova auf dem Zifferblatt trägt womöglich ein Servicezifferblatt, was den Sammlerwert berührt, den Gebrauchswert aber kaum. Eine Auswahl gebrauchter Datejust verschiedener Generationen finden Sie in den Kollektionen Rolex Herrenuhren und Rolex Damenuhren.

Rolex Datejust bei Time Boutique

Datejust aus mehreren Generationen, von fünfstelligen Klassikern bis zu aktuellen Referenzen, finden Sie in unseren Kollektionen für Damen und Herren. Jede Uhr wird in unserer eigenen Werkstatt in München geprüft.

Unsere Kollektion wechselt laufend. Suchen Sie eine bestimmte Referenz, Lünette oder ein Zifferblatt, finden wir das passende Stück für Sie. Sprechen Sie uns an.

Für Ihre eigene Datejust übernehmen wir Service und Revision und den Ankauf.

Häufige Fragen

Wann erschien die erste Rolex Datejust?

Die erste Datejust erschien 1945 als Referenz 4467, zum vierzigjährigen Bestehen von Rolex. Mit ihr wurde auch das Jubilé-Band eingeführt. Die Grundidee, das Datum in einem Fenster bei der Drei, ist seitdem unverändert geblieben.

Welche Referenz hat eine Rolex Datejust 36 aus den neunziger Jahren?

Eine Datejust 36 aus den neunziger Jahren gehört fast immer zur 16200er-Serie, etwa als 16200, 16220, 16233 oder 16234. Sie arbeitet mit dem Kaliber 3135 und hat Saphirglas und Datumsschnellschaltung. Uhren aus der Übergangszeit Ende der achtziger Jahre können noch zur 16000er-Serie gehören, hier schafft die Gravur zwischen den Bandanstößen Klarheit.

Was ist der Unterschied zwischen der 16233 und der 116233?

Beide sind Datejust 36 in Gelbgold-Rolesor mit geriffelter Lünette, und beide arbeiten mit dem Kaliber 3135. Die 116233 ist die jüngere, sechsstellige Generation mit überarbeitetem Gehäuse und einem solideren Band mit massiven Endgliedern. Die 16233 ist die klassische fünfstellige Ausführung und am Markt meist zugänglicher bewertet.

Was ist die Rolex 68273?

Die 68273 ist eine Datejust 31 in Gelbgold-Rolesor aus der fünfstelligen Ära, angetrieben vom Kaliber 2135. Ihre Nachfolger sind die 78273, die 178273 mit Kaliber 2235 und die aktuelle 278273 mit Kaliber 2236. Sie ist eine naheliegende Wahl für alle, die eine klassische Datejust in mittlerer Größe suchen.

Wie finde ich das Baujahr meiner Datejust heraus?

Das Baujahr ergibt sich aus der Seriennummer, nicht aus der Referenz. Bei älteren Uhren lässt sie sich mit Rolex Seriennummer prüfen einem Produktionszeitraum zuordnen, bei modernen Uhren mit zufälliger Seriennummer geben vor allem die Papiere Auskunft. Die Referenz hilft anschließend, das Ergebnis auf Plausibilität zu prüfen.

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Verfasst vonMatthiasMünchen · 21. Oktober 2026
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